Eine Erzählung wie ein Gedicht: „Die Winterschwimmerin“ von Marion Poschmann
SWR2 am Samstagnachmittag - Un pódcast de SWR - Sabados
Eine Frau geht im Winter in eiskalten Flüssen schwimmen. Das klingt zunächst nach einer Extremsportart, die es auch gibt und die im Winter durchaus beliebt ist. Die Schriftstellerin Marion Poschmann erzählt in ihrer Verslegende „Die Winterschwimmerin“ nicht nur von Thekla, die im Winter draußen schwimmen geht, sondern vor allem, welche Gedanken ihr dabei durch den Kopf gehen. Sie beginnt, philosophisch über das Leben zu reflektieren. Als ihr dabei auch noch ein Tiger begegnet, von dem nicht ganz klar ist, ob er wirklich real ist, bekommt die ganze Geschichte eine mythologische Tiefe. Die Sprache dieses Textes variiert virtuos zwischen erzählenden Prosa-Passagen und lyrischen Elementen mit Rhythmus und Reim. Marit Beyer liest diese Verslegende wunderbar unpathetisch und dennoch poetisch, so dass der Text eine schwebende Leichtigkeit bekommt.
